Verschlossenes Süd-Portal des Silscheder Tunnels

Elbschetalradweg – 2. Offener Brief an Bürgermeister Jacobi

Hier veröffentlichen wir unseren Brief zur Antwort von Bürgermeister Jacobi auf unseren ersten „offenen Brief“, um Missverständnissen entgegen zu treten, die Grünen seien nun auf einmal für den Tunnelbau. Selbstverständlich werden wir – wie vom Bürgermeister vorgeschlagen – auch weiterhin mit Minister Oliver Krischer in Kontakt bleiben und Euch auf dem Laufenden halten.

Sehr geehrter Herr Jacobi,

vielen Dank für Ihre kurzfristige Antwort auf unseren offenen Brief vom 03.02.2026.

Wir konnten uns in unserem Schreiben nur auf die Informationen aus der Presse beziehen, da uns das Schreiben vom Landesbetrieb Straßen.NRW zu diesem Zeitpunkt nicht vorlag und bis heute nicht vorliegt. In unserem Brief haben wir explizit die Reihenfolge der Baumaßnahmen aufgeführt, wie sie für die zeitnahe Verbesserung der regionalen Radinfrastruktur einen Sinn ergeben.

Seit 20 Jahren sind die Umfahrungen bzw. Alternativrouten zum Tunnel ein wichtiger Teil der Planung. Jeder, der die Gegebenheiten vor Ort in Silschede (Knotenpunkt 91) kennt, muss anerkennen, dass eine neue, oberirdische Verbindung von dort in Richtung Albringhausen unerlässlich ist. Denn nur so wird der Rundweg „Von Ruhr zur Ruhr“ endlich familienfreundlich geschlossen und die lebensgefährliche Fahrt über die Esborner Straße kann entfallen. Die Zuführung vom Knotenpunkt 91 zur Trasse oder zu den sich anschließenden Straßen auf dem Stadtgebiet von Wetter wären überwiegend auf Gevelsberger Seite zu lösen.

Unsere Haltung zum Tunnel hat sich in keiner Weise geändert. Wir halten ihn nach wie vor für ökologisch und ökonomisch aus der Zeit gefallen. Während mindestens 80 % der Freizeitradler*innen und Berufspendler*innen mit E-Bikes unterwegs sind, soll hier über ein Jahrzehnt ein zweistelliger Millionen Betrag verbaut werden, mit dem viele Kilometer Radwege neu gebaut oder zukunftsfähig saniert werden könnten. Er ist aus unserer Sicht auch nicht mit dem Tunnel „Unter dem Karst“ vergleichbar, weil in diesem Fall eine neue kurze Verbindung zwischen zwei Nachbarstädten geschaffen wurde, für die es keine Alternative gibt.

Selbstverständlich stehen wir weiterhin gerne für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Schnapp, OV-Vorsitzender
Annette Bischoff, Geschäftsführerin

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