Wälder am Wendepunkt: Der Gevelsberger Stadtwald steht unter Druck durch Hitze und Trockenheit

Es ist erschreckend, zu sehen, wie der Gevelsberger Stadtwald schon jetzt, Anfang August, aussieht. Was passiert mit dem Wald bei einer Dürre

  • Die Bäume geraten unter Wasserstress: Bei trockenem Boden können die Wurzeln kaum Wasser aufnehmen. Die Bäume schließen ihre Spaltöffnungen, wachsen weniger und können weniger CO 2 aufnehmen.
  • Die Bäume werden anfälliger: Geschwächte Bäume können sich schlechter gegen Krankheiten und Schädlinge wehren.
  • Absterben von Bäumen: Hält die Trockenheit über mehrere Jahre an, können auch ältere Bäume dauerhaft geschädigt werden oder sterben.
  • Waldbrandgefahr: Ausgetrocknete Vegetation und Böden erleichtern die Entstehung und Ausbreitung von Bränden.
  • Unser Wald verliert wichtige Funktionen: Weniger gesunde Bäume bedeuten unter anderem weniger Kohlenstoffspeicherung, schlechteren Wasserrückhalt und eine geringere Kühlwirkung.
  • Es kann ein Teufelskreis entstehen: Weniger Bäume → weniger Schatten und Verdunstung → heißerer und trockenerer Waldboden → noch mehr Stress für die verbleibenden Bäume.
  • Abgesehen vom Wald ist aber noch etwas Entscheidenderes nötig: Die langfristige Ursache der zunehmenden Hitze und Dürre – der Klimawandel – muss begrenzt werden. Wälder können CO₂ speichern, aber sie können die menschlichen Treibhausgasemissionen nicht dauerhaft ausgleichen.

Der Gevelsberger Stadtwald ist durch Trockenheit und Hitze stark belastet. Ohne Maßnahmen droht zunehmendes Waldsterben, Verlust von Schutz- und Klimafunktionen sowie erhöhte Brandgefahr. Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen müssen in Gevelsberg endlich konsequent umgesetzt werden, der Wald kann nicht alle Emissionen kompensieren.

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