Janosch Dahmen (MdB, Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Wahlkreis EN-Hagen) war am vergangenen Mittwoch zu Gast in der Gevelsberger Fußgängerzone. Dort hatten die Migrationsdienste der AWO EN und der Diakonie Mark-Ruhr gemeinsam Stände aufgebaut und mit Info-Material bestückt. Die Leiterinnen und etliche Mitarbeitende informierten Passant*innen über ihre Aufgaben, über ihre aktuelle Arbeitssituation und über die drohende finanzielle und personelle Perspektive. Aufmerksamkeit gewannen sie u. a. auch mit dem Duft frisch gebackener Waffeln und getrommelter Rhythmen, für die einige Migrant*innen am Stand sorgten.
Die Migrationsdienste beraten Neu-Eingewanderte, wie auch jugendliche und erwachsene Menschen mit familiärer Migrationsgeschichte und unterstützen sie bei ihrer Integration ins Berufs- bzw. Arbeitsleben und bei ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft. Sie sind also für eine gelingende Integration unverzichtbar.
Aktueller Anlass für die Aktion sind erste Informationen über den Haushaltsentwurf der Bundesregierung und die beginnenden Verhandlungen darüber in der Ampelkoalition und den Fraktionen bzw. Parteien: Danach soll die Finanzierung der Migrationsdienste erheblich gekürzt werden. Unmittelbare Folge wäre, dass befristet eingestellte Mitarbeiter*innen ihre Arbeit verlören. Die Migrationsdienste wie auch Zugewanderte und ihre Unterstützer*innen hätten den Verlust spezialisierter, eingearbeiteter Fachkräfte und somit Expertise durch Erfahrung, aufgebaute Kontakte, Sprachkenntnisse usw. zu ertragen und nicht zuletzt auch erhebliche Einschränkungen in der Beratung.
Schon bisher können die Mitarbeiter*innen kaum die vielfältigen Aufgaben erfüllen. Der Druck wächst gleichzeitig durch steigende Anforderungen an die Qualität der Beratung, durch eine steigende Zahl von Migrant*innen unterschiedlichster Herkunft, durch Ausweitung der Aufgaben und durch Begrenzung der Zeitspanne für die Begleitung einer Person.
Janosch Dahmen ließ sich die Situation schildern, hörte aufmerksam zu und erläuterte verständlich die aktuelle Vorgehensweise in den Etatberatungen. Er betonte, dass er, wie auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die Probleme sehr ernst nehme und die drohenden Folgen für Migrant*innen, für Mitarbeitende, aber auch für die gesellschaftlichen Auswirkungen fehlender Integrationshilfen sehe. Er werde in seiner Fraktion ebenso wie an weitere politische Akteure gerichtet das Ziel verfolgen, die Bedeutung der Migrationshilfen zu betonen und die Kürzungspläne zu
rückzunehmen.



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