Verschlossenes Süd-Portal des Silscheder Tunnels

Gute Nachrichten für den Natur- und Artenschutz!

Schlechte Nachrichten für alle Radfahrenden: Die SPD blockiert weiterhin den schnellen, alternativen Radrouten-Lückenschluss!

Der Silscheder Tunnel wird als Rad- und Fußweg auf absehbare Zeit nicht als Teil des Alleenradweges „Von der Ruhr zur Wupper“ zur Verfügung stehen.

Der im letzten Stadtentwicklungsausschuss vorgestellte aktuelle Bericht des Büros ECHOLOT zeigt, dass die Nutzung des Tunnels als Fuß- und Radweg unter Berücksichtigung des gesetzlichen Natur- und Artenschutzes zwar grundsätzlich denkbar sein könnte, eine Nutzbarmachung als Verkehrsweg aber ohne langwierige sowie aufwändige Untersuchungen und Erkundungen gesetzlich ausgeschlossen bleibt! Neben langwierigen, allein baustatischen Prüfungen ist zudem völlig offen, ob die Ausnahmetatbestände für die Genehmigung dieses kleinen Teilstücks als Radweg trotz eines hier klaren Bundesnaturschutzgesetzes erreichbar sind.

Das „gewünschte“ Ergebnis von Bürgermeister Jacobi und der SPD-Mehrheitsfraktion („einfach mal bauen“) von einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie blieb aus. Das Narrativ einer schnellen Umsetzbarkeit, „wenn man nur wolle“ (Landesbehörde Straßen NRW), wurde quasi vom Tisch gewischt. Die Gesetzeslage ist hier eindeutig. Vergleiche mit anderen Radrouten durch stillgelegte Eisenbahntunnel sind nicht ohne Weiteres übertragbar und der ökologische und biodiverse Wert der dort vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt ist schon allein für den Fledermausbestand von herausragender, überregionaler Bedeutung. Nicht zu vergessen auch der dortige einzigartige Sekundärwald (Schluchtwald).

Daran ändern auch vorschnelle „Jubelmeldungen“ der SPD und des Bürgermeisters nichts. Auch die weiter verbreiteten falschen Versprechen an die Bürgerinnen und Bürger, schon bald wäre der Tunnel als Radweg fertig, wenn doch nur nicht die blöden Naturschützer, Grünen und ihr renitenter Verkehrsminister wären, sind schlicht Fake News. Einerlei, ob jetzt einem Fledermäuse am Herzen liegen oder die „lästigen“ Fledertiere nur ein Lieblingsprojekt des Bürgermeisters stören.

In der Diskussion im Ausschuss wurde erneut deutlich, dass die SPD und der Bürgermeister trotz der erheblichen Probleme für dieses kurze Teilstück, nicht die Absicht haben, parallel nach einer oberirdischen Alternativroute im Raum Silschede für einen sicheren und gefahrlosen Radverkehr zu suchen und mit dem Land zu verhandeln. „Tunnel oder gar nichts“ ist die Devise. Damit rückt ein wichtiger Lückenschluss im regionalen Radwegenetz in weite Ferne!

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