Folgende Anfrage haben wir am Freitag, 19.08. an die Stadtverwaltung gerichtet:
Steigende Energiepreise aufgrund des Ukraine-Kriegs, Ressourcenknappheit und Klimaschutz – die aktuellen Krisen erfordern ein offenes, konstruktives und zielgerichtetes Handeln der Stadtverwaltung, um auch in einer Energiemangellage handlungsfähig zu bleiben.
Viele Städte machen es bereits vor und auch unsere Nachbarstädte Ennepetal, Schwelm, Sprockhövel und Wetter haben ihren Bürgerinnen und Bürgern bereits mitgeteilt, in welcher Form sie aufgrund der aktuellen Situation Energiesparmaßnahmen umsetzen wollen.
Wir erwarten, dass die Stadt Gevelsberg sich diesbezüglich ihrer Verantwortung bewusst ist und haben einige Fragen zum Thema an Bürgermeister Jacobi gerichtet, mit der Bitte, diese spätestens bis zur Ratssitzung am 08. September zu beantworten:
- Hat die Stadtverwaltung einen Aktionsplan, wie die Energien Strom und Gas eingespart werden können, damit im kommenden Winter möglichst keine Betriebe geschlossen werden müssen oder Wohnungen nicht beheizt werden können?
- In welchen Bereichen, insbesondere bei öffentlichen Gebäuden, beabsichtigt die Stadtverwaltung kurzfristige Energiesparmaßnahmen zu realisieren?
- Gibt es Anweisungen, was in den einzelnen städtischen Immobilien umzusetzen ist, um die Kosten und die Energie auf ein notwendiges Maß zu reduzieren?
- Wer ist verantwortlich für die Umsetzung und Kontrolle?
- Wie und wo wird an der Beleuchtung im Stadtgebiet gespart?
- Was passiert an Schulen und in Sporteinrichtungen?
- Wurde Kontakt zu den Sportvereinen aufgenommen, in welcher Form diese die Energiesparmaßnahmen umsetzen wollen?
- Bietet die Stadtverwaltung für die Bürgerinnen und Bürger Info-Veranstaltungen mit Energiespar-Tipps an?
Nachdem die russischen Gaslieferungen für den kommenden Winter nicht mehr unbegrenzt sichergestellt sind, wurden alle Staaten und ihre Bürger*innen seitens der EU und der Bundesregierung aufgefordert, insbesondere die Strom- und Gasverbräuche zu reduzieren. Das bedeutet, Verbräuche, die nicht unbedingt erforderlich sind, sollten möglichst abgeschaltet oder die Nutzungszeiten eingeschränkt werden. Als Beispiele seien hier Außenbeleuchtungen genannt, die nicht der Sicherheit dienen. Die Raumtemperaturen sollen auf ein Minimum reduziert werden. In Gebäuden, die nicht permanent genutzt werden, sind in den Zeiten der Nichtnutzung die Temperaturen anzusenken.
Es gibt inzwischen viele Beispiele aus anderen Städten, die bereits Maßnahmen umgesetzt haben. Der Kölner Dom wird nicht mehr angestrahlt oder die Stadt Witten hat das Freibad geschlossen, um Gas zu sparen. Es steht nicht immer eine große Einsparung hinter jeder Maßnahme. Aber es geht vor allem auch als Kommune darum, sichtbar zu machen, dass man als Vorbild dient und wir uns alle Gedanken machen müssen, wie wir uns auf die wirklich wichtigen energieverbrauchenden Dinge beschränken sollten, um am Ende nicht frieren zu müssen.



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